Methodik
Im Rahmen des Projekts wird eine Methode entwickelt und getestet, die es möglich machen soll komplexe und hochdynamische urbane Agglomerationsräume wie Megastädte wieder plan- und steuerbarer zu machen. Untersucht wird diese Methode anhand der Stoff- und Ressourcenströme des Referenzmediums Wasser. Ziel ist es, Aussagen zur Qualität und Quantität der Ressource Wasser machen zu können, und damit einerseits eine Verbesserung der Wasserversorgung zu ermöglichen und andererseits Vorschläge zu einem effektiven Schutz der Wasserressourcen in mega-urbanen Räumen machen zu können.
Gliederung der Megacity in kleine Einheiten (urban units) mit möglichst vielen gleichartigen, homogenen Charakteristika
Urban Units (Stadtbausteine)
In den komplexen Aggregationen mega-urbaner Räume stellen die unterschiedlichen Skalen der Betrachtung eine große Herausforderung dar. Die Untersuchung des ganzen Raumes oder der meist großen Verwaltungseinheiten liefert kein differenziertes Bild, während auf der kleinsten Ebene – z.B. einzelner Gebäude - die Komplexität nicht mehr beherrschbar ist. Um das System mega-urbaner Räume zu verstehen, ist es deshalb notwendig, die großen Agglomerationsbereiche in kleinere Einheiten zu gliedern. Dafür werden sich wiederholende Mikrostrukturen – etwa einzelne Gebäudetypen und ihre angrenzenden Außenräume – zu Gruppen mit jeweils gleichartigen, homogenen Charakteristika zusammengefasst (urban units).
Klassifizierung der nach verschiedenen Kriterien untersuchten urban unit und Analyse der Wechselwirkungen verschiedener Kriterien innerhalb der urban unit und deren Auswirkungen auf die gesamte Megastadt
Mit Hilfe dieser Stadtbausteine ist es möglich, das unübersichtliche System der Megastadt auf wichtige, für die Entwicklungsanalyse charakteristische und aussagekräftige Hauptelemente zu reduzieren. Die verschiedenen Stadtbaustein-Typen können mit ihren ökologischen, ökonomischen und sozialen Kennwerten und deren Veränderungen als Zeiger-Struktur für das Gesamtsystem Megastadt fungieren. Für ihre Definition und Abgrenzung bieten sich Strukturen an, die aus der traditionellen und aktuellen Siedlungsentwicklung hervorgehen und auf gewachsenen Subeinheiten unterhalb der Ebene des gesamten Siedlungskomplexes basieren. In Guangzhou lassen sich solche Raumeinheiten anhand „geschlossener“ Siedlungsstrukturen aufgrund von sozialen Mustern und politischer Planung sehr gut identifizieren. Diese Einheiten lassen sich zu einzelnen Raumkategorien oder Stadtbausteinen zusammenfügen mit ähnlichen ökologischen Kennwerten, ökonomischen Funktionen und sozialen Gefügen. Mit dem Konzept der urban units soll ein besseres Verständnis der komplexen Strukturen in mega-urbanen Räumen auf der Basis von charakteristischen Referenzgebieten ermöglicht werden. Die unterschiedlichen urban unit-Typen mit ihren Charakteristika und Dynamiken können so als Basisstruktur des Gesamtsystems Megastadt Guangzhou beschrieben werden.Untersuchungen
Die Vorauswahl der Untersuchungsgebiete erfolgt anhand von Luftbildern. Durch Begehungen vor Ort werden anschließend die genauen Untersuchungsgebiete festgelegt.Die Untersuchungen werden zu folgenden Parametern durchgeführt:
- Wasserqualität
- Wasserver- und Abwasserentsorgung
- Landnutzung
- (Homogenität in) Freiraum- und Siedlungsstruktur
- sozio-ökonomische Parameter
- Informalität
- externe Einflüsse
- Wechselwirkungen der unit mit dem sie umgebenden Raum
Numerisches Modell
In der seit Anfang 2009 angelaufenen zweiten Projektphase werden die urban units klassifiziert, generalisiert und zu einer bestimmten noch festzulegenden Anzahl an units zusammengefasst. In einem weiteren Schritt sollen die units (Mikroebene) durch ein numerisches Modell auf die Megastadt (Makroebene) übertragen werden.
Megacities: Interactions between land use and water management
25.11.-26.11.2009
Sun Yat-sen University, Guangzhou, China Download Flyer
25.11.-26.11.2009
Sun Yat-sen University, Guangzhou, China Download Flyer
Sauberes Wasser für Mega-Städte Keep in touch - Magazin für Ehemalige der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen Nr.47(2009)
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Städte auf dem Trockenen Das Parlament Nr.32(2008)
Download PDF (600KB)
Der Durst der Megastädte RWTH Insight 4(2008)
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Badehäuser für Millionen Süddeutsche Zeitung 10.Oktober 2007
Download PDF(100KB)
Pressemitteiung der Pressestelle der RWTH AachenDownload PDF(100KB)
Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie, RWTH Aachen Webseite
Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur, RWTH Aachen Webseite
Lehrstuhl für Stadt- und Bevölkerungsgeographie, Universität Kiel Webseite
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Webseite
- INPROTUNNEL Interfacial Processes between Mineral and Tool Surfaces. Causes, Problems and Solutions in Mechanical Tunnel Driving
- Analysis of informal dynamics in mega urban areas / Based on spatial structure and steering mechanisms focused on water in the Pearl River Delta
- CO2SINUS CO2 Storage in in situ Converted Coal Seams / UCG - CCS
- Sensorbased Landslide Early Warning System SLEWS / Development of a prototyping alarm- and early warning system to address different kinds of natural hazards citing landslides as an example







